Geschichte

 

Die Geschichte des Resorts ist eng mit der von Monte-Carlo verbunden. Dieses 1863 durch Prinzenerlass von Prinz Charles III. gegründete außergewöhnliche Unternehmen hat seit der Entstehung von Monte-Carlo zu den allerersten Stunden des Ruhms beigetragen und die ersten Kapitel eines Abenteuers mitgeschrieben, das keinem anderen gleicht und dessen Folgen heute weithin bekannt sind… Seit ihrer Gründung hat die Société des Bains de Mer eine fundamentale Rolle für das Fürstentum gespielt und stets zur modernen Entwicklung und Einführung neuer Trends beigetragen.  

 

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Die Entstehung von Monte – Carlo 1863 – 1866:

 

1863 wurde das Plateau des Spélugues, auf dem das Casino errichtet wurde, zum Anbau traditioneller mediterraner Pflanzen benutzt: Orangen-, Zitronen- und Olivenbäume.  
Prinz Charles III, Nachfolger von Prinz Florestan l, war es, der die Schaffung einer neuen Lebensweise im Fürstentum initiierte. Die Tagespresse bewertete den Ehrgeiz des Regenten für die Stadt so: „Das neue von der Société des Bains de Mer ins Leben gerufene Casino wird bald vom Boden aufragen und monumentale Proportionen erreichen. Um das Casino herum werden edle Hotels erbaut, die keinen Vergleich mit den in Paris, London oder New York eröffneten Hotels zu fürchten haben.“ Fünf Jahre nachdem der Grundstein gelegt wurde, wurde das Casino im Frühjahr 1863 eingeweiht. Dies war der Anfang eines glänzenden Erfolgs.  

 

Später war François Blanc ein Schicksalsgeschenk. Er kam aus Homburg, wo er für den Erfolg eines Spas in Deutschland verantwortlich war, und erwarb den Besitz, der für über 50 Jahre der Société des Bains de Mer und dem Cercle des Etrangers de Monaco gehört hatte. Er setzte den Wunsch des Fürsten fort und förderte weiterhin die Prinzipien, auf denen die Gründung Monte-Carlos beruhte: ein außergewöhnlicher Ort, der durch seinen Luxus, Komfort und seine Lage besticht… 

 

Zusätzlich zum Casino verwandelten bald darauf das Hôtel de Paris und das Café de Paris, prächtige Gärten und Villen das Plateau des Spélugues in eine wahre Stadt, der ein Name gegeben werden musste. Am 1. Juni 1866 dekretierte Fürst Charles II, dass das in der Gemeinde von Monaco gelegene Land zwischen dem Strom von Sainte-Dévote und dem „Francosi“ genannten Pfad und zwischen der Hauptstraße von Monaco nach Menton und der Küste von nun ab „Monte-Carlo“ heißen sollte.

 

Monte-Carlo ist DIE Modeerscheinung zwischen 1866 – 1870:

 

Die erste und bekannteste Errungenschaft der Hotels von Monte-Carlo verdanken wir François und Marie Blanc: das Hôtel de Paris. Die talentiertesten Designer Frankreichs und sogar der ganzen Welt wurden sorgfältig ausgewählt, um die besten Einrichtungen zu gewährleisten. Um die ständig wachsende Klientel zufriedenzustellen, entschied François Blanc nur zwei Jahre nach der Eröffnung die erste Erweiterung des Hotels vorzunehmen. So wurden im Januar 1866 die ersten Gäste von dem neuen, vom Architekten Godinot de la Bretonnerie erbauten Gebäude beeindruckt und entdeckten die ersten Gaslampen dank der neuen Gasversorgung in Monaco. 

 

Die Erbauung von Monte-Carlo war im vollen Schwung: Das Café de Paris eröffnete 1868 seine Türen und vervollständigte das „magische Dreieck“ des Place du Casino. Trotz seiner bescheidenen Größe, wurde das damalige Café-Divan schnell zum bevorzugten Ort für Gespräche, Unterhaltung oder Entspannung. Bereits damals beherbergte das Gebäude ein Café, ein Restaurant, einen Juwelierladen und einen Tabakhändler.

 

Das frisch getaufte Monte-Carlo war weitaus mehr als ein Erfolg. 1869 empfing es über 170.000 Touristen und diente erlauchten Gästen als Gastgeber: Die Tatsache, dass der Prinz von Wales, der zukünftige Edward VII, Alexandre Dumas, Jacques Offenbach, Baron Haussmann und Prinz Napoleon die Stadt aufsuchten, bewies den neugewonnenen Ruhm des Fürstentums. Der Winter wurde von diesen Touristen zur bevorzugten Jahreszeit gemacht: Sie waren von der Milde des Klimas entzückt. Die lokale Tageszeitung von Monaco beobachtete, dass „das Fürstentum von Monaco zu den hochkarätigsten Winterresorts aufgestiegen war.“ Monte-Carlo war die Modeerscheinung schlechthin, ein Treffpunkt für die internationale High Society. 

 

Die größten Baustellen zwischen 1870 – 1890:

 

Nach dem Tod von François Blanc 1877 übernahm seine Witwe Marie die Leitung der Société des Bains de Mer. Sie setzte das Werk ihres Gatten fort und beschloss, neue Weinkeller für das Hôtel de Paris zu bauen.
Die alten Casino-Gebäude wurden 1878 abgerissen, um in weniger als 6 Monaten dem Bau eines neuen Komplexes Platz zu machen. Die Spieltätigkeit wurde vorübergehend im Hôtel de Paris untergebracht. Charles Garnier wurde, nachdem er die Pariser Oper erbaut hatte, mit dem Bau des Théâtre du Casino und seinem immensen Spielsaal beauftragt. Er verlieh dem Gebäude sein heutiges Erscheinungsbild mit der Kuppel und den beiden Turmspitzen. Sarah Bernhardt war die Erste, die in der Oper glänzen durfte, als sie am 25. Januar 1879 ein Gedicht rezitierte, während sie riesige Palmenzweige schwenkte.

 

Im selben Jahr baute Dutrou das bemerkenswerte Atrium im Casino, dessen 28 Steinsäulen mit Stuck eine Galerie stützten, die von prachtvollen Bronze-Kandelabern erleuchtet wurde. Marie Blanc produzierte hochwertige Shows in Monte-Carlo, zu denen sie die bekanntesten Künstler einlud. Als sie 1881 starb, waren das Hôtel de Paris und das Casino als zwei der bekanntesten und fortschrittlichsten Adressen der damaligen Zeit angesehen.

 

Der Erfolg war so groß, dass die Spielräume des Casinos immer wieder vergrößert werden mussten. 1881 baute Charles Garnier den heutigen Salle des Amériques. 1890 entwarf Jules Touzet die Zwillingssäle, die seinen Namen tragen und von herrlichen Glasfenstern getrennt werden.  

 

 

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Neue Techniken in Monte-Carlo 1882 – 1897:

 

1882 machte das Café-Divan den Weg für das Café de Paris frei. Das erste, eher bescheidene Gebäude wurde im Frühjahr 1897 von einem prachtvollen Bau im maurischen Stil ersetzt.

 

In demselben Jahr wohnte die auf dem Place du Casino angesammelte Menge der aufsehenerregendsten Ankunft aller Zeiten im Café de Paris bei: der von Edouard Michelin, der bei dem Rennen von Marseille-Fréjus-Monte-Carlo die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und das Rennen damit beendete, dass er in eine der Säulen des Cafés raste. Glücklicherweise wurde niemand bei dem Unfall verletzt.

 

Zum Ende des 19. Jahrhunderts führte das bereits gut als Unterhaltungszentrum etablierte Monte-Carlo Präsentationen neuer Techniken vor, die das Publikem extrem inspirierend fand. Damals wurde das Untergeschoss des Casinos der Wissenschaft zur Verfügung gestellt, genauer gesagt, einem ihrer hervorragenden Vertreter: Gramme. Die Aufgabe, mit der dieser Erfinder betraut wurde, bestand in der Perfektionierung seiner berühmten Rotationsmaschine, um Elektrizität zu erzeugen, um Monte-Carlo somit zur ersten Stadt zu machen, die durch diese innovative neue Methode beleuchtet werden würde. Ein Brand zwang die Manager des Casinos der Forschungsarbeit des Erfinders ein Ende zu setzen. Dennoch ist es seiner im Fürstentum absolvierten Arbeit zu verdanken, dass er letztendlich seinen berühmten Dynamo entwickeln konnte.

 

Im September 1897 wurden Foto- und Filmwettbewerbe von der Société des Bains de Mer organisiert. Vorlesungen, die im Palais des Beaux Arts abgehalten wurden, stellten die physikalischen Eigenschaften von Röntgenstrahlen vor.

 

Aber die Leidenschaft, die Monte-Carlo am engsten mit dem technischen Fortschritt verband, war sicherlich die Geschichte des Autos. Motorboot-Rennen zu Ende des 19. Jahrhunderts hatten dazu beigetragen, die Technologie des Verbrennungsmotors voranzutreiben, sodass es nur natürlich erschien, dass das Automobil ebenfalls Monte-Carlo zu seiner Heimat machte. 

 

“Das 20. Jahrhundert in Monte-Carlo” 1900 – 1911:

 

Im Jahr 1900 wurde das bescheidene Hôtel Hermitage in eine Luxus-Residenz für Besucher umgewandelt. Sein “Belle Epoque” Speisesaal ist das Werk von Gabriel Ferrier, dem Gewinner des Preises von Rom und Gold-Medaillengewinner bei der Weltausstellung von 1889. Er glänzte mit herrlichen Fresken, die an Malereien von Fragonard und Boucher erinnerten. Die Struktur des Glasdachs des Wintergartens wurde von dem berühmten Gustave Eiffel, Vater des nach ihm benannten Pariser Eiffelturms, entworfen.

 

Gleichzeitig wurde das Hôtel de Paris mit einem neuen Flügel, der berühmten „Rotonde“ erweitert.

 

Die Rotonde, die ursprünglich von einem Dom mit dem Wappen der Stadt Paris gekrönt war, musste zweimal neu errichtet werden.

 

Erhöhte Hotelkapazitäten erklärten sich durch die ständig wachsende Kundschaft des Casinos, das 1904 den von Schmit entworfenen Salle Blanche eröffnete, ein Raum, der als „Konversations-Lounge“ dienen sollte. Das überraschendste Dekorelement war das berühmte Gemälde von Gervais, das „Florentiner Grazien“ darstellte. Die Ähnlichkeit dieser drei Grazien mit den gefeierten Cléo de Mérode, Liane de Pougy und La Belle Otéro versetzte die Besucher in Erstaunen.

 

Monte-Carlo nahm einen zunehmend städtischen Charakter an, um seine Klientel zufriedenzustellen. Die Straßen von Monaco wurden als Erste geteert, um den Verkehr der Luxus-Autos zu erleichtern, die bereits zu eleganten Rennen zu Beginn des Jahrhunderts eintrafen.

 

Im Jahr 1911 wurde die Tradition der Monte-Carlo Rallyes ins Leben gerufen: Die erste Edition wurde von dem Piloten Rougier gewonnen. 

 

Die “Belle Epoque” in Monte-Carlo – 1914:

 

1911 war das Jahr des Eintreffens des Tänzers Diaghilev im Opernhaus von Monte-Carlo. Nach dem Erfolg des berühmten Russischen Balletts in Paris von 1907 bis 1910 gab er seine Absicht bekannt, seine eigene Balletttruppe zu leiten, und Monte-Carlo gab ihm seine Chance. Von einem ungeheuerlichen Instinkt geleitet, umgab er sich von einer Truppe aus 80 Künstlern, von denen die bekanntesten Nijinsky, Lifar und Fokine waren. Einige seiner Ballette wurden internationale Erfolge: “Le Spectre de la Rose”, “Narcisse” und “Les Papillons”. Die Kulissen für seine Ballette wurden von Picasso, Matisse und Braque entworfen. Man muss wissen, dass es Diaghilev gelungen ist, das Plakat für die erste Vorstellung des Russischen Balletts 1911 von Jean Cocteau gestalten zu lassen.
Das Café de Paris war der beliebteste Treffpunkt der Kunstwelt: Diaghilevs Truppe machte es allabendlich nach der Vorstellung zur bevorzugten Dinner-Adresse. 1911 war ebenfalls ein erinnerungswürdiges Jahr für Monte-Carlo mit der Eröffnung des Monte-Carlo Golf-Clubs in Mont-Agel, der sehnlichst von der damaligen bedeutenden britischen Kolonie erwartet wurde. Aus einer luftigen Höhe von 900m bietet er einen atemberaubenden Blick auf die französische und italienische Riviera und das Fürstentum. In diesen ersten Tagen des 20. Jahrhunderts kam die Neuheit mit Rougier vom Himmel: Er überquerte mit seinem Flugzeug die Hercules-Bucht und überflog den als „Tête de Chien“ (Hundekopf) bekannten Felsvorsprung.  Das Jahr 1912 zeichnete sich durch das erste Luftfoto des Fürstentums aus, das von Renaux aufgenommen wurde. Fabre stellte das erste Wasserflugzeug der Welt im Hafen von Monaco vor. Geschwindigkeit wurde von jeher im Fürstentum gefeiert. Der Figaro rühmte die Vorzüge des Zugs, der einen herrlichen Traum zur Realität machte: „Sich in einem Land des Nebels und grauen Himmels schlafen zu legen und am nächsten Tag mit dem Anblick von Licht und sonnigen Plätzen aufzuwachen und würzige Luft einzuatmen. Dieser poetische Traum kann jetzt tatsächlich wahr werden mit dem neuen Lichtgeschwindigkeits-Zug, den die Paris-Lyon-Méditerranée Gesellschaft gerade entwickelt hat, und Monte-Carlo als Reiseziel.“ 

 

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Die wilden Zwanziger in Monte-Carlo -  1930:


In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen verstärkte Monte-Carlo seinen Ruf als Badeort und beschloss, dem Sommer alle Ehre zu erweisen. Um der Nachfrage der Kunden gerecht zu werden, die von der Idee, die warmen Monate hier zu genießen, begeistert waren, wurden neue Einrichtungen im Fürstentum geschaffen. Eine Küstenstraße wurde gen Osten gebaut, die von Palmen und kleinen Läden gesäumt wurde und schnell als „Souk“ bekannt wurde. Eine Badeeinrichtung wurde im Juli 1928 eröffnet.

 

Mit dem Monte-Carlo Beach Hotel, dessen Stil an einen Hotelpalast in Florida erinnerte, wurde schon gleich mit seiner Eröffnung 1929 ein neues angesehenes Interessenzentrum in Monte-Carlo eingeführt.

 

Die bekannte amerikanische Journalistin Elsa Maxwell versuchte, die Schaffung eines goldfarbenen Sandstrands und den Bau eines prachtvollen Swimmingpools genau über dem Meeresspiegel durchzusetzen. Das Beach Hotel sorgte für das Ansehen als Seebadeort dank der Qualität der Einrichtungen und der zusätzlichen Anziehungskraft seiner unvergesslichen Kostümfeste. Monte-Carlo bot den Sommergästen nun seine neue Strandpromenade, und der Larvotto Strand hieß die ersten Badegäste willkommen.

 

Tennis nahm im Jahr 1928 mit der Gründung des Monte-Carlo Country-Clubs einen ganz besonderen Ehrenplatz ein. Die Eröffnung des Clubs fand im Februar vor einem königlichen Publikum statt: Gustave V von Schweden, der Herzog von Connaught, Prinz Nicolas von Griechenland, Großherzogin Hélène, der russische Großherzog Andrei. Diese Sportart war in Monte-Carlo besonders beliebt: Seit seinem Import aus England ins Fürstentum 1880 wurde dieser Sport von Jahr zu Jahr beliebter. Tennis-Championships waren seit jeher wichtige Ereignisse auf dem Sportkalender von Monte-Carlo. Auch heute noch bewahren die berühmten Monte-Carlo Open mit den Top-Spielern der A.T.P.-Rangliste den Spirit des ersten internationalen Turniers.  

 

Dekorative Kunst in Monte-Carlo 1930 – 1939:


Die 30-er Jahre wahren eine produktive Zeit für die Gründung von Unterhaltungseinrichtungen. 1931 wurde das Sporting d’Eté, geprägt von dem Stil der „Kolonialausstellung“, am Meeresrand errichtet. Es empfing die fabelhaftesten Shows der Saison und bot den Zuschauern atemberaubende Feuerwerke. Der Place du Casino wurde im Jahr 1932 mit einem Theater für Aufführungen ausgestattet: dem Sporting d’Hiver oder International Sporting Club. Auf dem ehemaligen Platz des den schönen Künsten gewidmeten Eispalasts weist dieses Gebäude eine monumentale Fassade auf, die über den Jardins des Boulingrins aufragt. Es wurde zum absoluten Muss des monegassischen Nachtlebens. Die in den Spielräumen anwesenden Kunden betrachteten sich selbst als Elite. Das Sporting wurde nach dem Vorbild britischer Clubs geleitet und war nur für Mitglieder zugänglich. Zudem verfügte es über ein Restaurant und einen Nachtclub, dessen Kunden den „Mädchen von Monte-Carlo“ Beifall spendeten. Art Déco wurde ebenfalls im Café de Paris in Szene gesetzt, das umfassende Veränderungen vornahm. Die Minarette und Kuppeln verschwanden, die zu Beginn des Jahrhunderts gebaut wurden. Die Fayence wurde zu Ehren des neuen Trends von Friesen ersetzt. Das ganze Jahrzehnt über organisierte das Café de Paris zahlreiche Abendessen und Galas. Der Zauber von Monte-Carlo ließ die Berühmtheiten die Probleme dieser Zeit vergessen, die von den Folgen der Weltwirtschaftskrise in den Dreißigern und der Gefahr eines Kriegs getrübt wurde. Für seine Gäste war das Hôtel de Paris ein echter Hafen der Ruhe. Angelsächsische Kunden waren zahlreich vertreten: Lloyd George, Sir Winston Churchill, Sir Robert Vansittart und der Herzog von Westminster gaben sich die Türklinken in die Hand. Aga Khan, die Maharani von Kashmir, Prinz und Prinzessin Violet von Montenegro, die Comtesse de La Rochefoucauld und René Blum zählten ebenfalls zu den illustren Hotelgästen. Als kleiner Entspannungsmoment während des Kriegs ging Radio Monte-Carlo das erste Mal am 17. Juli 1943 in der Kulisse des Sporting d’Hiver auf Sender. Die Namensgebung dieser Neuheit wurde  gebührend durch Anwesenheit einer großer Berühmtheit gefeiert: Maurice Chevalier. 

 

Die “Fünfziger in Monte-Carlo” 1950 – 1959:

 

Mit dem Sieg der Alliierten 1945 sah Monte-Carlo seine Klientel zurückkehren. Sir Winston Churchill kam wieder und hielt damit sein Versprechen, das er zuvor aufgrund der tragischen Ereignisse und seiner abrupten Abreise nach England nicht halten konnte. Andere englische Gäste kehrten ebenfalls zurück: So wurden bei prachtvollen Gala-Abenden in den Fünfzigern die Anwesenheit vom Herzog und der Herzogin von Windsor, dem Herzog von Edingburgh und Lady Bateman bemerkt, die die gesamte Wintersaison im Hôtel de Paris verbrachte.

Edouard Herriot, Prinz Pierre von Jugoslawien und Königin Victoria Eugénie von Spanien kamen ebenfalls nach Monte-Carlo in der Hoffnung auf einige Tage der Erholung, während Charlie Chaplin nach einem Besuch 1931 erneut hier abstieg, um “City Lights” zu präsentieren. 1952 empfing das Hôtel de Paris Errol Flynn für seine Hochzeit im Salle Empire. Zu den Gästen gehörten berühmte Namen aus dem Filmgeschäft wie Rita Hayworth, Michèle Morgan und Cary Grant.

1952 zeichnete sich ebenfalls durch das Eintreffen des griechischen Reeders Onassis in Monaco aus, der die Büros seiner Öltanker-Reederei in der ehemaligen Villa von Marie Blanc einrichtete. S.A.S. Fürst Rainier III begann ab jetzt die Planung für eine umfassenden Entwicklung der Touristikindustrie und internationaler Kongresse, was die Anpassung der Hotelvorrichtungen erforderte. Die Architekten Bruyère und Chiappori fügten der Rotonde im Hôtel de Paris weitere vier Etagen hinzu. 

 

Im Fürstentum war das herausragendste Ereignis in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts unumstritten die Hochzeit von S.A.S Fürst Rainier III mit Grace Patricia Kelly am 15. April 1956. Ein festlicher Anlass, der von allen in Monte-Carlo gefeiert wurde. Die internationale Presse trug die Fotos der glücklichen Fürstenfamilie und eines der berühmtesten Paare des Jahrhunderts in alle vier Ecken der Welt hinaus.   

 

 Die großen Bälle 1960 – 1969:

    • In den frühen 60er-Jahren nahm das Café de Paris in seinem ständigen Bestreben, den Ansprüchen seiner Klientel zu entsprechen, eine ganze Reihe von Umwandlungen vor. Henry Rigal führte das modische Spiel des Bowlings ein und eröffnete einen Nachtclub „Le Scotch Club“ mit schottischem Dekor. 1962 verschwanden die Billardtische und die ersten Spielautomaten revolutionierten die gesamte Spielwelt.
      • Im Juli 1960 öffnete das Restaurant Le Maona seine Tore im Sporting d’Eté. 
        Am 16. Januar 1961 wurde das erste Internationale Fernseh-Festival mit Marcel Pagnol als Präsident abgehalten.  
      • 1966 – Hundertjähriges Jubiläum der Gründung von Monte-Carlo.
        Ein gro
        ßer Ball wurde im Salle Garnier und auf den Terrassen des Casinos abgehalten in Anwesenheit S.A.S des Fürsten und Fürstin von Monaco.  
      • Am 13. März 1968 wurde der “Grand Bal Paré 1900″ abgehalten, um ein Zeichen zur Wiederöffnung des Salon de l’Europe und des Casinos von Monte-Carlo zu setzen.
      • Am 15. März 1969 prägte der “Grand Bal des Têtes” die Einweihung des Salle des Amériques im Casino de Monte-Carlo. 
        Im selben Jahr wurde der Salon Churchill im Hôtel de Paris eingerichtet, und seine Statue wurde auf der Avenue de Grande Bretagne in Monte-Carlo aufgestellt.

 Das moderne Monte-Carlo, 1970 – heute

    • 1974 – Die Einweihung des Monte-Carlo Sporting Clubs (Architekten H. Pothier & Ph. Godin) mit Josephine Baker als Star der Eröffnungsgala.
      • Dezember – Gründung des Internationalen Zirkusfestivals Monte-Carlo
      • 1979 Hundertjähriges Jubiläum des Salle Garnier–Oper von Monte-Carlo
      • 1981 Einweihung des Prinzessin Grace Theaters, das das Théâtre des Beaux Arts ersetzte: in demselben Jahr erschien ein neues Format des Rosen-Balls mit Mady Mesplé als Stargast.
      • 1988 -21. Juli – Einweihung des neuen Café de Paris mit Anwesenheit der Fürstenfamilie.
      • 1992 – April – Errichtung eines neuen Springbrunnens auf dem Place du Casino.
      • Dezember – Abriss des International Sporting Clubs – Neuerdings das “Belle Epoque” Gebäude.
      • 1995 – Einweihung von Les Thermes Marins de Monte-Carlo.
      • 1997 – “700 Jahre Grimaldi-Dynastie”.
      • 1998 – April – Zehntes Jubiläum der “World Music Awards”
      • 7. August – 50. Jubiläum des Rotkreuz von Monaco im Salle des Etoiles im Sporting d’Eté – “Riverdance” Show.
      • 1999 – Jubiläum S.A.S Fürst Rainier III 
        – Renovierung des Sporting Monte-Carlo
        – Gründung eines neuen Restaurants “Le Bar & Bœuf”, Umbau von Jimmy’z Discotheque und dem Salle des Etoiles.
      • Mai 2003: Einweihung der neu renovierten Hall Beaumarchais und der Küchen des Hôtel Hermitage.
      • März 2004 – Das Restaurant “La Coupole” im Hôtel Mirabeau (1 Stern im Guide Rouge) begrüßt Chefkoch Didier Aniès. Als Absolvent der Hotelfachschule von Toulouse begann er seine Karriere 1984 im “Romantik Hotel Alte Post” in Wangen, Deutschland, später in Österreich im “Weinhaus Dorner” in Gotzis. Nach einem kurzen Zeitraum 1988 im “Château de Montredon” in Carcassonne (1 Stern im Guide Rouge), arbeitete er im darauffolgenden Jahr im Nizza in der “Auberge de la Belle Route” (2 Sterne im Guide Rouge). Er verbrachte fünf Jahre als Sous-Chef in dem Restaurant “Le Mélisande” im Hôtel Palais Maeterlinck in Nizza. 1994 arbeitete er im Restaurant “Le Ferréol” im Hôtel Royal Casino in Mandelieu. Von Dezember 1998 war er im “Le Cagnard” in Cagnes-sur-Mer tätig und erhielt einen Stern im Guide Rouge. Im Mai 2000 wurde ihm die höchste Auszeichnung mit dem Titel des “Meilleur Ouvrier de France” verliehen.
      • April 2004: Fertigstellung der 1. Renovierungsphase des Hôtel Mirabeau unter der Leitung des Architekten Ivan Brico aus Monaco und Ange Pecoraro, einem ebenfalls aus Monaco stammenden Innenarchitekten. Sie verwendeten Stein, Holz und Metall, um „Italienischen Klassizismus“ zu erwirken. Die Kunden werden von nun an von großflächigen Wandfresken empfangen, die von Malereien von Le Douanier Rousseau inspiriert sind. Das Hotel bietet Konferenzräume mit modulablen Möglichkeiten und neuesten Technologien, die zwischen 20 bis 60 Teilnehmer fassen können.
      • Mai 2004 – Das Hermitage nimmt seine neuen oberen Etagen in Betrieb, die vom Architekturbüro von Joseph Iori entworfen wurden, in Zusammenarbeit mit Pierre-Yves Rochon und mithilfe der Design-Abteilung der Société des Bains de Mer, die mit der Inneneinrichtung betraut wurde. Die Gänge wurden mit Simsen, Zierleisten, Sockeln und bronzenen Wandlampen dekoriert. Die Treppe scheint schon immer existiert zu haben, da die Extraetagen dem bereits vorhandenen Gebäude angepasst wurden.  
        Mai 2004 – Ein neues Konzept „Exklusiver Suiten“ wurde von der Société des Bains de Mer ins Leben gerufen mit der Einweihung von 8 wirklich au
        ßergewöhnlichen Appartment-Suiten auf der letzten Etage des Anbaus des Hermitage, die am 1. Mai 2004 in Betrieb genommen wurden. Ein sehr bedeutendes Projekt, dessen Kosten (33 million €) seine Qualität widerspiegelt.
        Spa Mirabeau: Das Hôtel Mirabeau empfängt als Gastgeber in einem gemütlichen und intimen Ableger von Les Thermes Marins de Monte-Carlo.
      • 7. Oktober 2005: Eröffnung des Monte-Carlo Bay Hotel & Resorts
        Nach fünfjährigen Bauarbeiten umfasst dieser neue Touristik-Komplex über 40.000m² Land auf der Larvotto-Halbinsel und ein 4-Sterne-Hotel mit elf Etagen, gegenüber vom Meer, 334 Räumen darunter 22 Suiten, 4 Restaurants und 3 Bars, 11 Konferenzräume, einen Mehrzweck-Saal und einen Bankett-Saal, Gärten mit mediterraner und tropischer Vegetation, die vom Landschaftsarchitekten Jean Mus entworfen wurden, eine Lagune mit Sandboden, die einzigartig in Europa ist, einen Indoor-Pool, einen “Spa des 5 Mondes”, ein Casino mit Spielautomaten, einen Junior-Club und sogar einen Hubschrauberlandeplatz.
        Das ganze Jahr über erstrahlt Monte-Carlo in vollem Glanz bei Opernaufführungen im Salle Garnier, Ballettvorstellungen der Balletttruppe von Monte-Carlo, Konzerten des Philharmonischen Orchesters und bedeutenden Kulturereignissen wie dem Festival Frühling der Künste, der Biennale für Skulptur und Antiquitäten der Prince Pierre de Monaco Stiftung… und nicht zu vergessen bei internationalen Sport-Events.