Feier für Léon Bakst im Neuen Nationalmuseum Monaco

 
 

Die Villa Sauber zeigt die Ausstellung „Designing Dreams“ zur Feier des 150. Geburtstags des symbolträchtigen Kostümdesigners und Bühnenbildners der Russischen Ballette.

Léon Bakst

 

An zwei Standorten widmet sich das Neue Nationalmuseum Monaco diesen Herbst dem Thema Tanz. Während die Villa Paloma die Choreographie und ihre Bewegungen erkundet, enthüllt die Villa Sauber eine an das Werk von Léon Bakst, einem der größten modernen Bühnengestalter, angelehnte Welt. Der 1866 geborene Bühnenbildner hatte ab 1910 eine Reihe von Entwürfen für die Russischen Ballette gefertigt, die zum weltweiten Triumph des Ensembles beitrugen. Aus den Sammlungen des NMNM und dem Dauerbestand der Monte-Carlo Société des Bains de Mer sowie durch zahlreiche Leihgaben aus dem Ausland wurden für diese Ausstellung 150 Zeichnungen, Modelle und Kostüme zusammengetragen, die die Besucher in die Ballette Scheherazade, Le Spectre de la Rose, L’Après-midi d’un Faune oder Daphnis et Chloé eintauchen lassen.

 

Stoffbehängte Bühne

„Der Gedanke des Traums bildet das Gerüst dieses Projekts. So träumt in Le Spectre de la Rose ein nach dem Ball eingeschlafenes Mädchen vom Geist der Rose. Auch in dem von Vaslav Nijinski geschriebenen Ballett L’Après-midi d’un Faune bewegt sich der Tänzer in einer erotischen Träumerei rund um Nymphen“, erläutert Célia Bernasconi, Leiterin der Ausstellung zusammen mit Professor John E. Bowlt, der bereits anlässlich des Hundertsten Jubiläums der Russischen Ballette mit dem Museum zusammengearbeitet hatte. Ebenfalls auf Einladung des NMNM hat der zeitgenössische Bildhauer und Choreograph Nick Mauss ein in den Räumen der Villa Sauber gezeigtes Monumentalbühnenbild geschaffen, das an von Bakst entworfene Stoffdruckmodelle angelehnt ist. Malereien, die die in moderner Weise interpretierten Werke des russischen Bühnengestalters vergrößern.

 

Von den dekorativen Künsten zur Mode

Bakst, der durch die antiken Kulturen Griechenlands, Persiens und Siams sowie durch die russische Volkskunst inspiriert wurde, schuf eine Synthese zwischen der Kunst des Orients und dem modernen Stil. Der auf der Grundlage von Zeitarchiven gestaltete Rundgang ist gespickt mit Werken von Künstlern wie Jean Cocteau, Valentine Hugo und George Barbier, die zur Verbreitung der dekorativen Kunst von Léon Bakst beigetragen hatten. „Die Ausstellung beleuchtet insbesondere das Textildesign und ist so angelegt, dass sie zu einem Raum führt, der dem Modeschöpfer Yves Saint Laurent gewidmet ist“, sagt Célia Bernasconi. Den Abschluss bilden mit Accessoires ausstaffierte Modelle und Tafeln der Kollektion Saint Laurent – Rive Gauche von 1991, die direkt an die Bühnenbilder und Kostüme von Scheherazade angelehnt sind.

 

Designing Dreams
Vom 23. Oktober bis 15. Januar in der Villa Sauber
Danse, Danse, Danse,
Vom 23. September bis 8. Januar in der Villa Paloma
www.nmnm.mc