E-Magazin Monte-Carlo Society Sommer 2013

 
 

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Monte-Carlo Society FRIn dieser Exklusivausgabe blickt SKH Fürst Albert II. für uns bei einem Interview auf die 150 Jahre der Société des Bains de Mer zurück. Er erinnert an die Geschichte von Monte-Carlo, die Synonym für Luxus, Prestige und Erlesenheit ist. Fürst Albert II. betont auch die Attraktivität von Monaco, die nicht nur an seine Geschichte geknüpft ist, sondern auch an seine zahlreichen kulturellen und sportlichen Events. 
 

Eure Hoheit, die Société des Bains de Mer entstand unter der Schirmherrschaft von François Blanc auf Einladung Ihres Großvaters Karls III. nach Anregung seiner Mutter Fürstin Caroline. Wie sehen Sie diese außergewöhnliche Gründung?
 

Ich sehe sie mit Bewunderung, denn es erforderte großen Wagemut und viel Phantasie verbunden mit einer Zukunftsvision und natürlich ein großartiges politisches Empfinden meiner Großeltern, um ein solches Vorhaben auf den Weg zu bringen. Fürstin Caroline, die von der Richtigkeit dieses Projekts überzeugt war, gelang es, ihren Sohn Fürst Karl III. zu überreden, der dann ihre Ideen umsetzte. François Blanc besaß ganz wie seine Frau Marie einen brillanten Geschäftssinn und einen unerschütterlichen Willen. Sie hatten ein langfristiges Bild von der wirtschaftlichen Entwicklung des Fürstentums. Wir können vor dieser unglaublichen Vorreiterschaft im Hinblick auf die Tourismusentwicklung nur den Hut ziehen.
 

Die Geburt von Monte-Carlo markierte einen bemerkenswerten Wendepunkt in der Geschichte der Region sowie im Bereich des Tourismus. Welche Rolle spielen Sie bei der Erhaltung dieses Erbes?
 

Monte-Carlo ist auf der ganzen Welt bekannt. Dieser Name ist Synonym für Luxus, Erlesenheit, Schönheit und eine bestimmte Lebensart. Er ist für das Fürstentum ein Instrument seiner internationalen Ausstrahlung. Ich vergewissere mich selbstverständlich, dass dieses Stadtviertel den Geist seiner Gründer, den Reiz, der ihm diesen Ruf eingebracht hat, bewahrt, sich jedoch auch im Einklang mit dem Zeitgeist modernisiert. Das ist eine sehr interessante Herausforderung, die sowohl meine Regierung als auch die SBM mobilisiert, insbesondere mit den Renovierungsvorhaben für das Hôtel de Paris und den Sporting d’Hiver.
 

Wie arbeiten Sie mit der Société des Bains de Mer, der heutigen Monte-Carlo SBM, zusammen?
 

Mit ihren Kasinos, Hotels und anderen Einrichtungen belegt die SBM einen wichtigen Platz in unserer Wirtschaft. Sie spielt auch eine unentbehrliche Rolle, weil das Unternehmen der wichtigste private Arbeitgeber des Fürstentums ist und zahlreiche Bewohner Monacos beschäftigt.

Die Fürstenregierung hat stets sehr enge und sehr konstruktive Beziehungen zur SBM unterhalten. Ich werde laufend über die Entwicklung der Gruppe informiert, die derzeit eine schwierige Phase durchlebt. Das ist eine meiner Sorgen, da dieses Unternehmen einen beträchtlichen Einfluss auf die Wirtschaft meines Landes ausübt, doch ich vertraue auf seine Fähigkeit, sich seinen ihm eigenen Herausforderungen zu stellen.
 

Wie äußert sich heutzutage die Attraktivität Monacos? Ist sie noch immer an diese außergewöhnliche Geschichte geknüpft?
 

Die Attraktivität Monacos hängt mit seinen unbestreitbaren Stärken Sicherheit, Lebensqualität, Schulsystem, politische Stabilität, aber auch seiner Geschichte zusammen. Monaco galt schon immer auch als ein idealer Ort für Unterhaltung und ich möchte die SBM beglückwünschen, der es gelungen ist, diese Tradition durch die Jahre hindurch fortbestehen zu lassen. Sie ist nämlich gegenwärtig der wichtigste Partner bei den sportlichen und kulturellen Veranstaltungen des Fürstentums.
 

Das Bild des Fürstentums wird zum Teil von den Einrichtungen der Monte-Carlo SBM Gruppe getragen. Wie sehen Sie ihrer Zukunft entgegen?
 

Ich sehe der Zukunft der SBM sehr gelassen entgegen. Ich habe große Ambitionen für mein Land, dem es gelungen ist, die Finanz- und Wirtschaftskrisen seit 2008 ohne Auslandsverschuldung zu meistern. Ich weiß, dass das gesamte Personal der SBM sich dafür engagiert, das ausgezeichnete Niveau zu halten, das das Ansehen der Gruppe ausmacht. Ich baue auf die Mobilisierung aller, damit Monaco im Bereich der Gastlichkeit auch weiterhin ein internationaler Bezugspunkt bleibt.


SKH Fürst Albert II. von Monaco
 

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