Geschichte

 

Seit den frühesten Epochen der Vorgeschichte und Antike diente der Felsen von Monaco mit seinem Naturhafen erst den Naturvölkern als Refugium, später Seemännern, die aus dem Osten zurückkehrten. Im 6. Jahrhundert v. Chr. gab ein Ligurischer Stamm, der sich hier ansiedelte, Monaco seinen Namen. 

 

Über sieben Jahrhunderte lang regiert die Grimaldi-Familie schon das Schicksal des Fürstentums von Monaco. Diese beachtliche Langlebigkeit ist eine gute Illustration der nationalen Einheit zwischen den Prinzen und dem Volk von Monaco. 

 

Religiöse und weltliche Traditionen werden fortgeführt. Manchmal überschneiden sie sich, und religiöse Zeremonien werden von Volksfesten begleitet. Die religiöse Traditionen sind aber stärker im Kollektivgedächtnis der Monegassen verwurzelt als andere Gepflogenheiten. Sie bilden einen integralen und exklusiven Teil ihres moralischen und soziokulturellen Erbes. Zudem weist das Fürstentum von Monaco trotz seiner kleinen Größe ein sehr reiches und vielfältiges Architekturerbe auf.   

 

Der unabhängige, souveräne Staat des Fürstentums von Monaco liegt direkt am Mittelmeer, Schulter an Schulter mit mehreren Gemeinden des französischen “Departements” Alpes-Maritime (von Westen nach Osten Cap d’Ail, La Turbie, Beausoleil und Roquebrune-Cap Martin).

 

Seine Fläche beträgt fast 195 Hektar, von denen 40 in den letzten 30 Jahren von der See zurückgefordert wurden. Monaco erstreckt sich über eine enge Küstenlinie, die teilweise fast senkrecht aufsteigt und in einer Höhe von 163 Metern gipfelt. Die Breite reicht von 1,05 Metern bis zu 350 Metern. Die Küste ist  4.100 Meter lang.

 

Das Fürstentum besteht aus einer einzigen Gemeinde, Monaco, deren Grenzen mit denen des Fürstentums zusammenfallen. Das Klima ist im Winter mild und im Sommer nicht übermäßig heiß. Die jährliche Durchschnittstemperatur liegt bei 16°C und kann bis auf 31°C steigen, da das Fürstentum von außergewöhnlich viel Sonnenschein profitiert. 

 

Französisch ist die offizielle Landessprache, zudem werden Englisch und Italienisch weithin gesprochen und verstanden. Die Monegassische Sprache wird noch immer von der älteren Bevölkerung verwendet und Kleinkindern in der Schule des Fürstentums beigebracht. 

 

Monaco lebt mit dem Rest der Welt in Einklang und dient über 125 verschiedenen Nationalitäten als Heimat. 40% seiner Einwohner sind Franzosen, 17% Italiener und 5% Briten.

 

Seit dem 1. Januar 1999 ist der Euro die in Monaco benutzte Währung und seit dem 1. Januar 2002 sind Münzen und Banknoten in Euro zur gesetzlichen Währung im Fürstentum geworden, wie auch die nationalen Münzen und Banknoten.  

 

Von den Ursprüngen bis ins 13. Jahrhundert

Seit den frühesten Epochen der Vorgeschichte und Antike diente der Felsen von Monaco mit seinem Naturhafen erst den Naturvölkern als Refugium, später Seemännern auf ihren Reisen gen Osten. Im 6. Jahrhundert v. Chr. gab ein Ligurischer Stamm, der sich hier ansiedelte, Monaco seinen Namen. 

 

Nach den Phöniziern vom 2. Jahrhundert v. Chr. bis zum 5. Jahrhundert n. Chr., drangen die Römer in die Region vor. Sie bedienten sich der Küste von Monaco, die den Namen “Portus Herculis Monoeci” (Port d’Hercule) trug.

 

Ab dem frühen 6. Jahrhundert bis zum Ende des 10. Jahrhunderts erlebte die Region mehrere Invasionen. Erst im Jahr 975 konnte sich der Graf von Provence der Sarazenen entledigen, was den Grundstein zu einer neuen Ära legte. 

 

1162 wurde die Autorität von Genua über die Ligurische Küste vom Kaiser Friedrich I. Barbarossa von Porto Venere bis nach Monaco anerkannt. Im Jahr 1191 übergab Kaiser Heinrich VI den Felsen von Monaco an Genua, zusammen mit seinem Hafen und dem angrenzenden Land. Die Genueser siedelten eine Kolonie auf dem Felsen an und erbauten eine Festung (1215), die zum westlichen Grenzposten der Republik wurde. 

 

Eine 700 Jahre alte Dynastie

1270 brach in Genua ein Bürgerkrieg aus, bei dem sich die Guelfen, Befürworter des Papstes, mit den Ghibellinen, Anhänger des römisch-germanischen Kaisers, bekämpften. Nach dem Sieg durch die Ghibellinen wurden viele Guelfen-Familien ins Exil verbannt, darunter auch die Grimaldis. Durch ihren Widerstand gelang es dieser mächtigen Familie Genueser Patriarchen, die Tücken der Geschichte zu überwinden und sich auf dem Felsen von Monaco zu Beginn des Mittelalters niederzulassen. 

 

Vom 13. bis zum 19. Jahrhundert

Als Antwort auf das den Guelfen auferlegte Exil wurde die Festung von Monaco in einem Überraschungsangriff am 8. Januar 1297 von einer von François Grimaldi, der auf den Spitznamen “Malizia” hörte, angeführten Bande eingenommen.   

 

Charles Grimaldi, Führer der Guelfen nahm den Felsen am 12. September 1331 in Besitz, wobei er den Titel “Fürst von Monaco” erst 1342 annahm.

 

1346 und 1355 nahmen die Grimaldis die Lordschaften und Lehnsbesitze von Menton und Roquebrune ein. Zusammen mit der Lordschaft von Monaco wurden sie zum Gebiet des Fürstentums von 1633 bis 1861 zusammengeschlossen.

 

Vor seinem Tod im Jahr 1454, hielt Jean I. Bestimmungen in seinem Testament fest, die die Grundlage für die Erbfolge des Hauses Monaco für die nächsten fünf Jahrhunderte bilden sollte. Er dekretierte, dass die erstgeborenen männliche Nachfolger die Herrschaft übernehmen sollten. Gab es keine männlichen Nachfolger, konnte die Erbfolge an weibliche Nachfolger übergehen, allerdings unter der Bedingung, dass ihre Nachkommen den Namen und das Wappen der Grimaldis übernahmen. 

 

Im 15. Jahrhundert wurde die monegassische Unabhängigkeit vom Herzog von Savoyen und 1512 vom König von Frankreich anerkannt: Das gesamte Vassallentum von Genua verschwand somit. Lambert Grimaldi, der der herrschende Lehnsherr von Monaco von 1458 bis 1494 war, wurde Berater und Kämmerer von Karl VIII. von Frankreich. Diese privilegierte Beziehung auf höchster Staatsebene dehnte sich auf die Aktivitäten von Rainier I und Karl I aus.

 

Allianzen brachten den Lehnsherren von Monaco dazu, sich enger an Frankreich zu halten und Neapel zu bekämpfen, wodurch Monaco  von 1524 bis 1641 unter spanisches Protektorat fiel, bevor König Louis XIII von Frankreich in dem Vertrag von Péronne (1641) das Fürstentum wieder unter französischen Einfluss stellte. 

 

1633 erkannte das spanische Kanzleigericht den Titel “Prinz von Monaco” an, der seitdem ab 1612, beginnend mit Honoré II zur Unterzeichnung notarieller Urkunden benutzt wird. Der Vertrag von Péronne deklarierte die Übergabe der Lehnsbesitze von Le Valentinois, Carladès, Les Baux und Saint-Rémy an Prinz Honoré II und seinen Sohn. Im Dezember 1678 proklamierte Ludwig I. die Rechtstatuten des Fürstentums, die auch als “Code Louis” bekannt sind. Die Anbindung von “Fort d’Hercule” an Frankreich 1793 war nicht von Dauer, denn die Rechte und Vollmächte der Prinzen wurde ihnen mit dem Pariser Abkommen 1814 zurückgegeben.

 

 

Vom 19. Jahrhundert bis heute

Charles III trat seine Ansprüche auf Menton und Roquebrune am 2. Februar 1861 an Frankreich in einem Vertrag ab, in dem eine Klausel die Gründung einer Zollunion zwischen den beiden Staaten vorsah. Diese wurde 1865 abgeschlossen.  

 

Die Société des Bains de Mer wurde 1856 zusammen mit dem Casino gegründet. Verschiedene Hotels wurden auf dem Plateau des Spélugues erbaut, dem 1866 der Name “Monte-Carlo” verliehen wurde (Karl-Berg, nach dem Namen des regierenden Fürsten). 

 

Sein Sohn, Prinz Albert I, der den Spitznamen “Navigator-Prinz” oder “Wissenschaftler-Prinz” hatte, war für große Errungenschaften in der Wissenschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts verantwortlich.

 

1910 gründete Prince Albert I. das berühmte Museum für Ozeanographie in Monaco, das er in seinem Testamt dem Ozeanographischen Institut vermachte, das er zuvor in Paris gegründet hatte. 

 

1911 verlieh er Monaco eine konstitutionelle Struktur. Das Institut für Human-Paläontologie, das sich vor allem Forschungsarbeiten widmete, wurde 1920 in Paris eingeweiht. 

 

1922 trat Prinz Louis II seine Thronfolge an. Unter seiner Regierung wurde 1933 der Medizinisch-Rechtliche Ausschuss von Monaco gegründet, der die Grundlage für die Genfer Konvention von 1949 legen sollte. In der Zwischenzeit wurde das Fürstentum am 8. Juli 1948 Mitglied der Weltgesundheitsorganisation.

 

1949 bestieg Fürst Rainier III den Thron. Während seiner Regentschaft hat sich das Fürstentum am stärksten entwickelt. Er intensivierte und vervielfältigte die Aktivitäten, die unter den vorherigen drei Regierungen eingeführt wurden, nicht nur in politischer, diplomatischer, internationaler, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht, sondern auch in Bezug auf Bildung und Sport, Gesundheitswesen, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation. Zudem fügte er dem Fürstentum eine industrielle Dimension hinzu.

 

Am 17. Dezember 1962 verlieh er dem Fürstentum eine neue Konstitution.

 

1993 erwirkte er Monacos Zutritt als Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen.  

 

Am 5. Oktober 2004, nach über sechs Jahre dauernden Zutrittsprozeduren, ist das Fürstentum von Monaco dem Europarat als 46. Mitgliedstaat dieser Organisation beigetreten. Bei der offiziellen Zeremonie in Straßburg erklärte Prinz Albert II im Namen seines Vaters, Fürst Rainier III: “Der Zutritt des Fürstentums von Monaco zum Europarat ist für mich, für alle meine Landsleute, ein Grund zu legitimer Zufriedenheit und Stolz.” Ich bin sehr glücklich, dass Monaco einer Organisation beitreten darf, die dank ihrer großen Vielfalt durch die vertretenen Nationen von so edlen Bestrebungen inspiriert wird.”

 

 

 

 

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