Rallye Monte-Carlo

 

„Monte“ – so lautet der Spitzname der Rallye Monte-Carlo. Längst ist sie eine echte Institution in der Welt der Automobilrallyes und Eröffnungsetappe der Rallyeweltmeisterschaft der FIA (Internationaler Dachverband des Automobils). 
 

Die Anfänge der Rallye Monte-Carlo 

 

Rallye Monte-CarloDie Rallye Monte-Carlo wurde 1911 vom Monegassischen Rad- und Automobilsportverein – dem Vorgänger des heutigen Automobilclubs Monaco – ins Leben gerufen. An der ersten Rallye nahmen 23 Konkurrenten aus verschiedenen Städten Europas teil. Sie wurde jedes Jahr im Januar im Fürstentum Monaco veranstaltet. Die Fahrer mussten den Unbilden des Winters trotzen und Monaco mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 10 km/h erreichen, was damals äußerst schwierig war! Das Rennen über Schnee und Eis auf schwierigen Strecken erwies sich als harte Bewährungsprobe für Pünktlichkeit sowie für die Ausdauer der Fahrzeuge und der Fahrer. Doch der Erfolg war so groß, dass im Jahr darauf bereits vier Mal so viel Teilnehmer an den Start gingen! Auch wenn die Rallye zur damaligen Zeit noch nicht der sportliche Wettkampf war, wie wir ihn heute kennen, hatte sie einen vielversprechenden Anfang genommen!

 

Mit den Jahren reifte das Wettrennen heran, entwickelte sich weiter und inzwischen ging es um Zeit und Geschwindigkeit! Nach ihrem Beitritt zur Rallye-Europameisterschaft und danach 1973 zur WRC (World Rallye Championship) versammelte die Rallye Monte-Carlo immer mehr wagemutige Konkurrenten, darunter auch Amateure, Autorennliebhaber, die sich für das Ansehen der Rallye begeisterten und um ihre Platzierung wenig kümmerten.

 

Eine weltweit einzigartige Rallye
 

Heutzutage durchquert die Rallye die Departements Ardèche, Haute-Loire, Drôme, das Vercors-Gebirge, die Seealpen, den Col de Turini in Italien und endet schließlich in Monaco, wo im Fürstenpalast auf dem berühmten Felsen des Fürstentums die Preisverleihung stattfindet. Die Rallye besteht aus insgesamt 465 km Wertungsprüfungen auf schwierigen oder zumindest steilen Straßen, auf denen die Rennfahrer zur größten Freude der Tausenden von Zuschauern, die das Glück haben, die Fahrzeuge mit den röhrenden Motoren wie der Blitz an sich vorbeisausen zu sehen, ihr Geschick unter Beweis stellen können. Der Andrang ist inzwischen so groß, dass der AMC bei der 81. Rallye im Januar 2013 einige Etappen der Strecke absagen musste, weil dort das Publikum so zahlreich am Straßenrand stand, dass die Konkurrenten keinen Platz mehr hatten, um gefahrlos durchfahren zu können.
 

Die Prüfungen werden auf der ganzen Welt vom Fernsehen übertragen und rufen große Begeisterung hervor. Die Rallye Monte-Carlo hat sich zu einem legendären Wettrennen voller spannender Emotionen und Überraschungen entwickelt und ist eine der wenigen Rallyes, bei der sowohl professionelle Rennfahrer wie Sébastien Loeb (9-facher WRC-Weltmeister – bisheriger Rekord – und 7 Mal Gewinner der Rallye Monte-Carlo), Sébastien Ogier oder Daniel Sordo als auch großartige begeisterte Amateure vertreten sind.
 

Ein mythisches Rennen und nicht zuletzt ein fantastisches Schauspiel!

> Weitere Einzelheiten finden Sie auf der offiziellen Website des Automobilclubs Monaco